Fehler und Unstimmigkeiten

Auf dieser Seite werden Fehler aufgezeigt, die den Autoren unterlaufen sind. Das können sowohl zeichnerische Fehler sein, als auch solche im Handlungsablauf oder im geschichtlichen Rahmen. Inwieweit diese Unstimmigkeiten echte Fehler sind oder von Goscinny/Uderzo für einen guten Witz in Kauf genommen oder gar absichtlich gemacht wurden, soll jeder für sich selbst entscheiden. Die Fehler der Übersetzer finden hier ebenso ihren Platz.


Fehler in den Bänden 1 bis 16

Ägyptische Bauwerke
Amboss
Anno 52
Anzahl Goten
Audaces fortuna juvat
Berater Cäsars
Bernix/Berlix
Bistdus/Obtus
Etikettenschwindel
Falscher Dienstgrad
Fassbeschriftung
"Gutemiene"
Grenze zu Germanien
"Griechische Buchstaben"
Farbe Druidensäcke
Hausmitteilung
Hinkelsteine
Hochsprung
Kartoffeln
Kerkerschloss
Kessel

Linksverkehr
Majestix' Ärmel
Mea requies
Paris
Piratenflagge

Sänfte
Schubkarren
Seitenformat
Siegerpodest
Statue
Strohballen
Toulouse
Transparent
Umsatzkurve
Unterhosen
Vollmond
Zieleinlauf



Hinkelsteine stammen aus anderer Epoche - Allgemein
 

Nun gut, das dürfte wohl jedem klar sein und wird nur der Vollständigkeit halber hier aufgezählt. Interessant ist, dass in Band V "Die goldene Sichel" ein Hünengrab vorkommt, das eben geschichtlich gesehen zu den Hinkelsteinen passt.

Der Amboss von Automatix - Allgemein
 
Der Amboss von Automatix gleicht einem heutigen ganz modernen. Die Gallier hatten aber nur einfache rechteckige. In Band I "Asterix der Gallier" ist allerdings ein authentischer Amboss zu sehen.
Amboss


Fehlkonstruktion Kessel - Allgemein
 
Alter Kessel
Der alte Kessel
In früheren Alben wies der auf der ersten Seite oder auch anderswo zu sehende Kessel von Miraculix einen Fehler auf. Entweder war er falsch gezeichnet oder von Automatix falsch gebaut.  Genauer gesagt war die Öse des Henkels nicht korrekt. Man konnte diesen Henkel nicht benutzen. Ab Band XIV "Asterix in Spanien" sind alle Kessel richtig dargestellt.
Neuer Kessel
Der neue Kessel


Unterhosen - Allgemein
 
Unterhosen gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. Es sei allerdings gesagt, dass die gezeigten dafür meistens sehr schön geblümt sind.


Falscher Dienstgrad - Allgemein
 
Ein Zenturio ist ein Hauptmann der Fußsoldaten der Legion. Dessen Stellvertreter nennt man Optio. Doch oft taucht anstelle der korrekten Bezeichnung Optio der Dienstgrad 'Dekurion' auf. Doch das ist ein Führer einer Reitereinheit.


Majestix' Ärmel - Band I "Asterix der Gallier"
 
Als der falsche Gallier bei Majestix vorstellig wird, sieht man, dass Majestix ein ärmelloses Oberteil trägt. Das Bündchen am Handgelenk beweist aber, dass dies nicht so geplant war, es sich also um einen Kolorierungsfehler handelt.



Piratenflagge - Band II "Asterix und Kleopatra" u.a.
 
Die Schiffe, welche die Piraten benutzen, sind meist mit der schwarzen Piratenflagge, dem Jolly Roger, gekennzeichnet, wie es sich für Piraten gehört. Allerdings wurde der "klassiche" schwarze Jolly Roger erstmals 1700 am Mast des Piraten Emmanuel Wynne gesichtet. Die Piraten der früheren Zeit benutzten entweder gar keine oder rote Piratenflaggen. Die Farbe Rot symbolisiert Blut, Feuer, Hölle, Gnadenlosigkeit und sollte den Eindruck erwecken, die Flagge sei in Blut getaucht. Abbildungen mit schwarzem Jolly Roger sind also historischer Unfug.
Jolly Roger


Ägyptische Bauwerke - Band II "Asterix und Kleopatra"
 

WIDDERALLEE
In nebenstehendem Bild verschmelzen die Eigenschaften verschiedener Bauwerke. Die Widderallee gibt es tatsächlich in Luxor, und zwar vor dem Karnaktempel. Die Obelisken gibt es vor dem Luxortempel in Luxor, einer davon steht heute in Paris. Das Eingangstor sieht eher griechisch/römisch aus: sehr schmal, hoch und mit zwei Bildregistern.
AUSFÜHRLICH (Javascript erforderlich)

GROSSE PYRAMIDE
Es gibt zwar mehrere Gänge, von einem Labyrinth, in dem man sich verirren kann, kann jedoch keine Rede sein.

SPHINX
Diese wurde erst viele Jahrhunderte später vollständig ausgegraben.

Luxor - Allee zum Tempel

Paris - Band III "Asterix als Gladiator"
 
Plaintcontrix erzählt von seinem Traum, eines Tages ein römisches Restaurant in Paris eröffnen zu wollen. Richtig wäre natürlich die Bezeichnung Lutetia.


Strohballen - Band IV "Der Kampf der Häuptlinge"
 

Es wird erzählt, welche Rolle Strohballen bei einem Kampf zwischen zwei gleichstarken Häuptlingen spielen, was ungemein witzig ist. Maschinen, die Stroh zu Strohballen pressen, gibt es aber erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Professor Bernix - Band IV "Der Kampf der Häuptlinge"
 

Beim Besuch des römischen Gesandten in Serum lernen wir den Leiter der 'Schule für lebende Sprachen', Professor Bernix, kennen. Da es sich um eine Karikatur von M.D. Berlitz handelt (hier mehr dazu), müsste der gallische Lehrer eigentlich Berlix heißen.

Falsches Seitenformat - Band V "Die goldene Sichel"
 
Ab Seite 36 - im Sichelversteck hat Obelix gerade Stupidix am Kragen - wechselt Uderzo aus Versehen das Seitenformat ins 'Stripformat' , sodass von dort an immer breite Zwischenzeilen zu sehen sind.


Toulouse nicht am Mittelmeer - Band VI "Tour de France"
 
Asterix erstellt eine Übersicht über den Reiseverlauf. Auf dem Bildausschnitt von unten: Tolosa (Toulouse), Aginum (Agen) und Burdigala (Bordeaux). Auch wenn das natürlich nur eine grobe Übersicht sein kann, ist es falsch, Toulouse ans Mittelmeer zu legen, wo es doch gut 150km davon entfernt ist.


Gaius Bistdus/Obtus mit der Wunderdiät - Band VI "Tour de France" / Band III "Asterix als Gladiator"
 
Nach Abschluss der Wette bittet Obelix darum, in Rom Gaius Bistdus zu grüßen ( "Das ist ein Freund von mir!"). Der Asterix-Fan fragt sich da natürlich, wer dieser geheimnisvolle Gaius Bistdus ist, allerdings vergeblich. Es ist eine Person, die wir alle kennen, dessen Namen vom Übersetzer in diesem Album aber anders übersetzt wurde als bei seinem ersten Erscheinen. Anhand der Originalnamen läßt sich die Identität klären: Gaius Bistdus ist niemand anderes als unser Freund Gaius Obtus, Trainer der Gladiatoren. Ihn lernten die Gallier bei ihrem ersten Rombesuch kennen (III "Asterix als Gladiator").
Gaius Bistdus umhüllt noch ein Geheimnis: Vormals recht beleibt, wird er von Asterix und Obelix so genervt, dass er Gewicht verliert. Dies ist offensichtlich und wird sogar im Text erwähnt. Merkwürdig ist dann allerdings, dass er bei den Spielen wieder seinen vorherigen Körperumfang hat.


Etikettenschwindel - Band VI "Tour de France"
 

Etikettenfalsches Etikett
Die Etiketten der Amphoren im Weingeschäft in Durocortum sind weiß und haben einen roten Strich von links unten nach rechts oben.  Auch die Amphore, die Asterix als Waffe benutzt ('Herb'), hat so ein Etikett. Im nächsten Bild verläuft der rote Streifen dann aber von rechts unten nach links oben.

Farbe Druidensäcke - Band VII "Asterix und die Goten"
 
Als die Gallier Spürnix treffen, kann man sehen, dass der Sack von Miraculix, den Obelix trägt, gelb ist, der von Spürnix dunkel. Kurz darauf möchte Miraculix etwas aus seinem Sack nehmen, greift aber in den grünen. Spürnix holt die Eselkräuter aus seinem Sack, der jetzt aber gelb ist.


Grenze zu Germanien - Band VII "Asterix und die Goten"
 

Sowohl die Reise der Goten als auch ihrer Verfolger führt von Gallien bis tief ins Land der Goten, ohne dass ein Fluss überschritten wird. Die Grenze zwischen dem römischen Reich und Germanien führt mitten durch Waldgebiet.

Vergessen wurde hier der Rhein, der tatsächlich die Grenze darstellte.


Falsche Anzahl Goten - Band VII "Asterix und die Goten"
 

Es wird spannend...Die Goten sind inklusive Chef zu fünft. Doch schauen wir uns das Bild an, auf dem sie aus dem Gebüsch heraus den Wettkampf beobachten: Dort ist Rhetorik von fünf Augenpaaren umgeben!



Vollmond oder Neumond? - Band VII "Asterix und die Goten"
 
Der Übersetzer Holperik macht widersprüchliche Angaben über den Zeitpunkt der Demonstration der Zauberkräfte des Druiden Miraculix. Gegenüber seinem Chef Cholerik lügt er, es wäre bei Vollmond. Gegenüber Obelix sagt er, es wäre bei Neumond. Möglicherweise hat ihn aber auch die schlagbereite Faust von Obelix verwirrt!


Kerkerschloss - Band VII "Asterix und die Goten"
 
Die Verriegelung der Türe im gotischen Kerker wird plötzlich anders gezeichnet.
Das ändert allerdings nichts "am Tag der offenen Tür" für die Gallier!



Kartoffeln - Band VII "Asterix und die Goten",
          Band  VIII "Asterix bei den Briten",
          Band XXIV "Asterix bei den Belgiern
schnippel schnippel...brodel brodel...
Hier sehen wir, wie Asterix Kartoffeln schält. Kartoffeln stammen ursprünglich aus Südamerika und wurden im 16. Jahrhundert in Europa eingeführt. Als Lebensmittel wurden sie gar erst seit dem 18. Jahrhundert genutzt.
Trotzdem ist es witzig, dass in Band XXIV der belgische Häuptling Stellartoix kurz davor war, Pommes zu erfinden, als er die Idee hat, Kartoffeln zu frittieren. Weit vorher, in Band VII, gibt es beim Druiden Spürnix (rechts) sogar schon Pommes, die er zum Beweis der Wirkungsweise eines Zaubertrankes mit bloßen Händen aus dem heißen Fett holt.
In einem späteren Band gibt es noch Mal Kartoffeln, siehe hier.


Schubkarren - Band VII "Asterix und die Goten"
 
Dieses Gerät sieht man bei der Begegnung mit dem zukünftigen General Elektrik. Schubkarren gibt es genau wie die Kartoffeln aber erst seit dem 18. Jahrhundert.


Linksverkehr in Britannien nicht überall - Band VIII "Asterix bei den Briten"
 
Eine schöne Anspielung wird auf den Linksverkehr in Großbritannien gemacht, indem schon die Pferdegespanne und Ochsenkarren auf der linken Straßenseite fahren, was Asterix zuerst überrascht. Das Bild mit dem roten Omnibus-Bus zeigt dann allerdings fälschlicherweise Rechtsverkehr.


Beschriftung der Weinfässer - Band VIII "Asterix bei den Briten"
 

Um den Wirt später bestrafen zu können, falls der Zaubertrank unter seinen Weinfässern gefunden wird, beschriften die Römer die Fässer mit dem Namen des Wirts. Im Gasthaus "Zur gallischen Amphore" werden wir Zeuge dieses Vorgangs. Dort schreibt ein Dekurio 'Relax' auf die beschlagnahmten Fässer, und zwar auf den Deckel. Im Keller des Palastes sieht man zuerst eine Aufschrift auf den Fässern (aber nicht auf dem Deckel) und kurz darauf, als sich die Relax-Fässer auf dem Wagen befinden, ist von einer Beschriftung dann wieder nichts zu sehen.
In neueren Auflagen ist dieser Fehler teilweise behoben.

Weinfass




"Gutemiene"- Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 
In diesem Band kommt der Name der Häuptlingsfrau viermal vor, jedesmal in der Schreibweise "Gutemiene". In allen darauf folgenden Bänden heisst sie jedoch "Gutemine".




Audaces fortuna juvat! - Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 
Im Lateinischen gibt es kein "j", richtig wäre "iuvat" gewesen. Weder Autor noch Übersetzer sei hier ein Vorwurf gemacht, es liegt möglicherweise auch an Firlefanzus' schlechter Aussprache.




Sänfte - Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 
Firlefanzus' zerstörte Sänfte wird unterschiedlich dargestellt. Auf einem Bild ist nur das Dach etwas abgehoben und Teile der Seitenverkleidung sind kaputt. Im anderen Bild fehlt der komplette Vorderteil. Aber möglicherweise wurde dieser ja vor der Weiterreise entfernt. Der grün-weiße Mäander allerdings hat sich auch verändert.


Hausmitteilungssystem - Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 
Im Schreibtisch von Keuchhustus sind die Löcher des Hausmitteilungssystems unterschiedlich gezeichnet, mal mit vier Reihen, mal mit deren fünfe.


Umsatzkurve - Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 

An der Wand in Keuchhustus' Büro ist eine Tafel mit einer Umsatzkurve zu sehen. Im zweiten Bild hängt sie allerdings etwas tiefer, sie verdeckt den Mäander. Die Kurve selbst hat auch einen anderen Verlauf.

Auf den gleichen Bildern ist noch ein Fehler: Schaut man aus dem Fenster sieht man Häuser, im anderen Bild jedoch nicht.




Statue statt Fenster - Band XI"Asterix und der Arvernerschild"
 

Diese beiden Ausschnitte zeigen genau die gleiche Stelle, doch es gibt jeweils etwas anderes zu sehen. Auch die Beschaffenheit der Säulen ist unterschiedlich.


Statue statt Fenster



Hochsprung - Band XII "Asterix bei den Olympischen Spielen"
 
Hochsprung gehörte in der Antike nicht zu den Olympischen Disziplinen. Die Gewichte in der Hand des römischen Athleten wurden von Weitspringern benutzt. Man kann dem sportlichen Römer hier aber nicht vorwerfen, die Spielregeln nicht verstanden zu haben, da man später auch einen Hellenen Gleiches tun sieht.


Griechische Buchstaben - Band XII "Asterix bei den Olympischen Spielen"
 
Spricht jemand griechisch, wird dies durch eine besondere Darstellung der Schrift in den Sprechblasen dargestellt. Im rechts gezeigten Fall steckt jedoch ein Fehler. Im ersten "euch" sieht das 'U' nicht aus wie ein 'V'. Etwas weiter unten ist es richtig.


Anno 52 - Band XII "Asterix bei den Olympischen Spielen"
 
In seiner olympischen Begeisterung erinnert Methusalix an den Sieg von Gergovia im Jahr 52 v. Chr.:
"Ha! Genauso war's anno 52, Jungs!".
Sehr witzig, eine Zeitrechnung zu benutzen, deren Bezugsperson erst gut 50 Jahre später geboren und die selber erst Jahrhunderte später eingeführt wurde.


Zieleinlauf - Band XII "Asterix bei den Olympischen Spielen"
 
Seit dem Kampf zwischen Holperik und Cholerik in 'Asterix und die Goten' wissen wir, dass alle, die das Druidengebräu intus haben, gleich stark sind. Das gilt sogar für den Dorfältesten Methusalix bei den Ausscheidungskämpfen für die Spiele. Später laufen auch die römischen Athleten aus diesem Grunde alle gleichzeitg ins Ziel ein.

Doch hier stimmt etwas nicht: Das Rennen findet nicht auf einer Geraden statt, sondern geht über 24 Runden. Dies kann man aus den Entfernungsangaben schließen, ausserdem wird noch gesagt, dass Asterix überrundet wird. Da beim Start alle nebeneinander stehen, gibt es aber keinen Kurvenausgleich, sodass die Läufer auf den äusseren Bahnen einen längeren Weg zurücklegen müssen und somit nicht zeitgleich ins Ziel kommen sollten.



Siegerpodest - Band XII "Asterix bei den Olympischen Spielen"
 
Es wurde nur der Erstplatzierte ausgezeichnet, zweite und dritte Sieger kannte man bei den antiken Spielen nicht, genauso wenig wie rote Kissen.
Übrigens ging es den Athleten damals nicht nur um den Ruhm oder die Ehre, wie es gerne dargestellt wird. Dem Sieger winkten oft hohe Goldbeträge und politische Ämter, etwa ein Sitz im Stadtrat.


Transparentbeschriftung - Band XIII "Asterix und der Kupferkessel"
 
Das Transparent des Viehhändlers verkündet, dass es bei ihm "Wildschweine" zu kaufen gibt. Auf späteren Bildern sieht man aber anstelle dieses Wortes Reste des Originaltextes (ANTIBIOTIX - SANGLIERS).


Fehlende Übersetzung von 'MEA REQUIES' - Band XV"Streit um Asterix"
 
Diesen Fehler gibt es nur in der Werkausgabe des Bandes. Dort wurde vergessen, auf der ersten Seite das Schild "MEA REQUIES" in der dafür vorgesehenen Blase zu übersetzen.


Aussehen der Berater ändert sich - Band XV"Streit um Asterix"
 
Die Geschichte beginnt mit einer Zusammenkunft Cäsars und dessen Berater. Schaut man sich diese Berater und deren Aussehen genauer an, fällt auf, dass da etwas nicht stimmt, und zwar in dem Bild, in dem der Vorschlag gemacht wird, Zwietracht zu säen (Bild 7). Der ältere Mann im Vordergrund mit der orangefarbenen Toga hat plötzlich weißes Haar und eine Glatze, die Männer im Hintergrund sehen auch anders aus als vorher.

 

Fehler Bände 17-33