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Über den gallischen Krieg
(C. Julii Caesaris commentarii belli Gallici)
| Buch |
Jahr v.
Chr. |
I
II III
IV V
VI VII
VIII |
58
57 56
55 54
53 52
51 |
Cäsars Werk hat eigentlich keinen eindeutigen
Titel, meist heißt es einfach "De Bello Gallico" oder "Cäsars
Kommentare zum gallischen Krieg" (so die Bedeutung in obiger Klammer).
Und schon auf diesen Titel gibt es eine Anspielung. In Band XI
"Asterix und der Arvernerschild" findet folgender
Dialog statt:
Firlefanzus:
"Wir haben keine Erinnerungen an den gallischen Krieg."
Cäsar: "Kein
Kommentar!"
Zu Anfang von Band XXX
"Obelix auf Kreuzfahrt" sagt
Cäsar: "Lies
besser in meinem Bellum Gallicum nach...". Etwas später
meint er noch: "Die Kommentare mache
ich hier selber!".
Als Autor nimmt Cäsar die Stellung eines
Beobachters ein, indem er von sich selbst in der dritten Person spricht,
was in Band XVII "Die Trabantenstadt"
auf die Schippe genommen wird.
In Band V "Die goldene
Sichel" erteilt Troubadix den lieben Kleinen
Unterricht. In der deutschen Übersetzung sagt er: "Nun,
junger Mann, wer waren unsere Vorfahren?".
Diese Geschichtsfrage scheint doch gar
nicht so recht zu dem zu passen, was an der Steintafel steht, denn dort
ist ja wohl Mathematik das Thema: 8x5=40
und darunter 3+1=4.
Wenn wir uns die englische Übersetzung ansehen, kommen wir der Sache
einen Schritt näher: "Nun, junger
Mann, und in wie viele Teile ist Gallien aufgeteilt" oder "...
aus wie vielen Teilen besteht Gallien?".
Wie unten zu lesen, eigentlich aus dreien, aber im Unterricht (die Rechenaufgabe)
bildet das Dorf der Unbeugsamen einen vierten Teil!
Buch I Kapitel
1 |
Ganz Gallien
ist in drei Hauptteile gegliedert.
Den einen bewohnen die Belgier, den zweiten die Aquitaner und den
dritten die Stämme, die in ihrer eigenen Sprache Kelten, in
unserer Gallier heißen. |
Übrigens:
Cäsar beginnt mit den Worten "Gallia est omnis"; jedem Asterix-Fan
ist die Übersetzung ein vertrauter Anfang: Ganz
Gallien...
Der Ausgangspunkt der Handlung von Band XXIV
"Asterix bei den Belgiern" findet sich auch
direkt im ersten Kapitel wieder. Cäsar hält von allen Galliern
die Belgier am tapfersten, was unserem Freund Majestix doch sehr missfällt.
| Kapitel 1 |
Sie alle unterscheiden sich durch ihre
Sprache, Gebräuche und staatlichen Einrichtungen. Der Fluss
Garonne trennt die Gallier von den Aquitanern, die Marne und die
Seine von den Belgiern. Unter all diesen
sind die Belgier die tapfersten. Sie wohnen nämlich
am weitesten entfernt von der Kultur und Zivilisation der römischen
Provinz. Sodann kommen zu ihnen ganz selten Kaufleute, die verweichlichende
Luxusgegenstände einführen. Sie sind auch unmittelbare
Nachbarn der rechtsrheinischen Germanen und liegen mit diesen ständig
im Krieg. Aus dem gleichen Grund überragen auch die Helvetier
die übrigen Gallier an Tapferkeit. Sind sie doch in fast tägliche
Kämpfe mit den Germanen verwickelt, wenn sie diese von ihren
Grenzen abwehren oder selbst in deren Land Krieg führen. [...] |
In Band XVI "Asterix
bei den Schweizern" wird mehrmals erwähnt,
dass Cäsar eine Brücke zerstört hat. Wie es dazu kam, erzählen
die dann folgenden Kapitel.
| Kapitel 5 |
[Danach] versuchten die Helvetier dessen
ungeachtet, die gefaßten Beschlüsse, d.h. die Auswanderung
aus ihrem Gebiet, in die Tat umzusetzen. Sobald sie sich hierfür
bereit glaubten, zündeten sie alle ihre Städte - an die
zwölf - , ungefähr vierhundert Dörfer und dazu die
Einzelgehöfte an und verbrannten alle Getreidevorräte
mit Ausnahme derer, die sie mitnehmen wollten, um, wenn erst einmal
die Hoffnung auf eine Rückkehr genommen sei, desto entschlossener
alle Gefahren auf sich zu nehmen. [...] |
| Kapitel 6 |
[...] Die erste Stadt der Allobroger, ganz
nahe an der helvetischen Grenze, ist Genf. Von ihr führt
eine Brücke zu den Helvetiern. [...] |
| Kapitel 7 |
Als Cäsar erfuhr, dass sie durch die
römische Provinz ihren Weg zu nehmen versuchten, reiste er
schleunigst aus Rom ab, eilte möglichst schnell in die Provinz
und erschien vor Genf. Der gesamten Provinz befahl er, eine möglichst
große Truppenmenge zu stellen - im jenseitigen Gallien lag
nur eine Legion - und ließ die Brücke
bei Genf abreißen. [...] |
In Band XIV
"Asterix in Spanien" ehrt Cäsar seine
berühmte X. Legion.
| Kapitel 40 |
[...] Daher werde er, was er sonst für
eine spätere Zeit aufgeschoben hätte, sofort verwirklichen
und schon in der nächsten Nacht noch in der vierten Nachtwache
aufbrechen, um möglichst schnell feststellen zu können,
ob bei ihnen Scham und Pflichtbewusstsein oder Furcht vorherrsche.
Und sollte ihm sonst niemand folgen, so
werde er mit der X. Legion allein marschieren, an der er nicht zweifle;
sie werde seine Leibgarde sein. Diese Legion bevorzugte er vor allen
und schenkte ihr wegen ihrer Tapferkeit sein besonderes Vertrauen. |
| Kapitel 41 |
Nach dieser Ansprache schlug in auffallender
Weise die Stimmung um, und höchste Kampfesfreudigkeit und Kriegsbegeisterung
wurde geweckt. Zuerst stattete die X. Legion durch ihre Militärtribunen
Cäsar ihren Dank ab, dass er über sie das beste Urteil
gefällt habe, und versicherte ihn ihrer völligen Bereitschaft
für den Kampf. [...] |
In Band VIII "Asterix
bei den Briten" wird berichtet, dass die
Britannier den Galliern oft im Kampf beigestanden hatten. Dies kann man
in Buch III nachlesen.
Buch III Kapitel
8 |
[...]Denn die Veneter besitzen die meisten
Schiffe, mit denen sie regelmäßig nach Britannien
fahren, [...] |
| Kapitel 9 |
[...]Hierüber von Crassus unterrichtet,
ließ Cäsar - er war ja selbst zu weit entfernt - inzwischen
Kriegsschiffe an der Loire, die in den Ozean mündet, bauen,
Ruderer aus der römischen Provinz einstellen und Matrosen und
Steuerleute anwerben. Als dies rasch veranlasst war, reiste er beschleunigt,
sowie es die Jahreszeit erlaubte, zum Heer. [...] Sie [die Veneter]
trafen daher angesichts der großen Gefahr Anstalten, zum Kriege
zu rüsten und vor allem für den Einsatz der Schiffe Vorkehrungen
zu treffen [...] Als Bundesgenossen gewannen sie sich für diesen
Krieg die Osismer, die Lexovier, die Namneten, die Ambiliaten, die
Moriner, die Diablinten und die Menapier. Hilfstruppen
holten sie sich aus dem gegenüberliegenden Teil Britanniens
herbei. |
Direkt im Anschluss an die berühmte Rheinüberquerung
und dem 18-tägigen Ausflug zu den Germanen (letztendlich ein Misserfolg)
wendet sich Cäsar nach Britannien. VIII
"Asterix bei den Briten"
Buch IV Kapitel
20 |
Obwohl nur noch ein kleiner Rest der warmen
Jahreszeit verblieben war und in diesen Breiten - der nördlichen
Lage Galliens entsprechend - der Winter zeitig hereinbricht, wollte
Cäsar schnell noch Britannien aufsuchen. Wusste er doch, dass
in fast allen gallischen Kriegen von dort aus unseren Feinden Hilfe
geleistet worden war. Auch glaubte er, wenn auch die
Jahreszeit eine Kriegführung nicht mehr zuließ, dass
es ihm doch großen Vorteil bringen werde, wenn er nur die
Insel aufsuche, den Menschenschlag kennenlerne und das Gelände,
die Häfen und Landeplätze besichtige. [...] |
| Kapitel 23 |
Als Cäsar nach diesen Maßnahmen
einen zur Ausfahrt günstigen Wind bekommen hatte, stach er
[..] in See, [...]erreichte selbst schon um die vierte Tagesstunde
[ca. 9:00 Uhr] mit den ersten Schiffen Britannien und erblickte
dort auf allen Höhen verteilte bewaffnete feindliche Truppen.[...]
Da er diese Stelle zum Landen völlig ungeeignet hielt, blieb
er [...] vor Anker, bis die anderen Schiffe einträfen [...]fuhr
ungefähr sieben Meilen weiter und ließ die Schiffe vor
einem übersichtlichen, flachen Strand vor Anker gehen. |
| Kapitel 26 |
Auf beiden Seiten kämpfte man erbittert.
[...] Als wir auf trockenem Boden standen, griffen wir, sobald alle
nachgedrängt waren, den Feind an und schlugen ihn in die Flucht.[...] |
Aber damit war Britannien noch nicht erobert.
Buch V Kapitel
8 |
[...] Wir landeten in Britannien mit allen
Schiffen um die Mittagszeit. Aber es ließen sich dort keine
Feinde blicken.[...] |
| Kapitel 11 |
[...] Als er [Cäsar] dort eintraf,
waren bereits von allen Seiten größere Truppenmassen
der Britannier eingetroffen, die auf gemeinsamen Beschluss den Oberbefehl
im Kriege Cassivellaunus übertragen
hatten, dessen Reich etwa 80 Meilen vom Meer entfernt die Themse
von den Seestaaten scheidet.[...] |
| Kapitel 12 |
Das Innere Britanniens wird von Leuten
bewohnt, die nach ihrer eigenen Angabe überlieferungsgemäß
Ureinwohner der Insel sind, die Küste aber von denen, die,
in kriegerischer Absicht der Beute wegen aus Belgien gelandet (fast
alle tragen noch die Namen der Stämme, von
denen sie abstammen)[...] Als Geld
benutzen sie Kupfer- oder Goldmünzen oder Eisenbarren von bestimmtem
Gewicht.[...] Hasen, Hühner oder Gänse zu verspeisen ist
nach ihrer Meinung nicht erlaubt. Gleichwohl halten sie sich welche
aus Liebhaberei. Das Klima ist
gemäßigter als in Gallien, da die Winterkälte weniger
streng ist. |
| Kapitel 14 |
Von allen Bewohnern sind bei weitem die
zivilisiertesten die von Cantium, deren Gebiet ganz am Meer liegt.
Sie unterscheiden sich in ihren Sitten
nicht viel von den Galliern. [...] |
| Kapitel 22 |
[...] Als Cassivellaunus
diese Schlacht gemeldet wurde, schickte er nach so vielen Niederlagen,
nach Verwüstung seines Gebiets, vor allem aber unter dem Eindruck
des Abfalls der Stämme unter Vermittlung des Atrebaten Commius
Gesandte zu Cäsar und unterwarf sich.
[...] |
In den Bänden V
"Die goldene Sichel", VII "Asterix und die Goten", XIX "Der Seher"
hören wir von dem Jahrestreffen der Druiden im Karnutenwald. Dazu
Cäsar:
Buch VI Kapitel
13 |
In ganz Gallien gibt es zwei Klassen von
Menschen, die irgendwelche Geltung und Ehre genießen. [...]
Der eine ist der der Druiden,
der andere der der Ritter. Die Druiden versehen den Götterdienst,
besorgen die öffentlichen und privaten Opfer und legen die
Religionssatzungen aus [...] und sie genießen hohe Verehrung.
[...] sie setzen Strafen fest [...]Sie
tagen zu einer bestimmten Jahreszeit an einer geheiligten Stätte
im Lande der Carnuten, das als die Mitte Galliens gilt.[...] |
In Band XIX "Der
Seher" wird viel über Götter gesprochen.
Über die gallische Götterwelt
sagt Cäsar:
| Kapitel 16 |
Die Gallier sind sämtlich in hohem Maße religiös.
[...] |
| Kapitel 17 |
Als Gott verehren sie besonders Merkur
[Teutates]. [...] Nach ihm verehren
sie Apollo [Belenos], Mars [Esus],
Jupiter [Taranis] und Minerva
[Name unbekannt]. Von diesen haben sie ungefähr dieselbe Vorstellung
wie die anderen Völker [...] |
Über Vercingetorix
und wie er Chef wurde:
Buch VII Kapitel
4 |
Auf ähnliche Weise peitschte hier
der Arverner Vercingetorix, der Sohn des Celtillus, ein sehr einflussreicher
junger Mann, mit Leichtigkeit seine Schutzbefohlenen auf [...].
Schwierigkeiten machten ihm [...], welche glaubten, man dürfe
auf diese Art und Weise nicht das Schicksal herausfordern. So wurde
er aus der Stadt Gergovia vertrieben. Trotzdem gab er seinen Plan
nicht auf, sondern rekrutierte auf dem Lande verwegene, hergelaufene
Existenzen. Als er diese beisammen hatte, gewann er jeden Stammesgenossen,
an den er sich wandte, für seinen Plan. Er forderte sie auf,
um der gemeinsamen Freiheit willen zu den Waffen zu greifen. Als
er größere Truppenmassen beisammen hatte, jagte er seine
Gegner, von denen er kurz vorher vertrieben worden war, aus dem
Lande. Seine Anhänger verliehen ihm den Königstitel.Er
gewann rasch die Semonen, Parisier, Pictonen, Cadurker, Turoner,
Aulerker, Lemoviken, Anden und alle übrigen Küstenstämme
für sich. Einstimmig übertrugen
sie ihm den Oberbefehl. [...] |
Über die Schlauheit
der Gallier wird berichtet:
| Kapitel 22 |
Der hervorragenden Tüchtigkeit unserer
Soldaten begegneten die Gallier mit allen möglichen Kriegslisten.
Sie sind ein Menschenschlag, sehr anstellig und geschickt, alles
nachzuahmen und auch fertigzubringen, was ihnen jemand vormacht.[...] |
Seine Niederlage bei der Belagerung von Gergovia
(in div. Bände erwähnt)
versucht Cäsar zu verharmlosen. Ein Grund dafür sei "ungünstiges
Gelände" gewesen, das erinnert doch ziemlich an die Zuschauerkommentare
einer anderen Niederlage, und zwar in Band
XII "Asterix bei den Olympischen Spielen": Die
Bahn ist zu schwierig!
| Kapitel 53 |
Als er [Cäsar] in diesem Appell am
Schluss durch eine Ansprache seine Soldaten ermutigt hatte, sie
sollten deswegen nicht den Kopf verlieren noch, was das ungünstige
Gelände zur Folge gehabt habe, der Tapferkeit der
Feinde zuschreiben, führte er [...] die Legion aus dem Lager
heraus und ließ sie in günstigem Gelände zum Kampf
antreten. Als Vercingetorix auch jetzt noch seine Truppen innerhalb
der Verschanzung zurückhielt [...] führte Cäsar [...]
das Heer ins Lager zurück. Am folgenden Tag machte er es ebenso;
als er dann meinte, die gallische Prahlerei genug gedämpft
zu haben, marschierte er in das Gebiet der Häduer [Cäsars
Bundesgenossen][...]. |
Zu seinem äußerlichen
Erscheinungsbild:
| Kapitel 88 |
Als sein [Cäsars] Eintreffen an der
Farbe seines Mantels bemerkt
wurde, den er als Erkennungszeichen im Kampfe immer trug, [...] |
Die Niederlage der Gallier
bei Alesia ...
| Kapitel 88 |
[...]Die Feinde wandten sich zur Flucht.
Den Fliehenden sprengten die Reiter entgegen. Es setzte ein furchtbares
Blutbad ein.[...]. Die Feinde sahen von der Stadt aus das Gemetzel
und die Flucht ihrer Landsleute. Sie gaben alles verloren und zogen
ihre Truppen von den Schanzwerken zurück. Als dies bekannt
wurde, setzte sofort die Flucht der Gallier aus dem Lager ein. [...]
Viele Feinde wurden gefangengenommen und niedergemacht.[...] |
... und die anschließende Kapitulation
des gallischen Führers Vercingetorix wird hier beschrieben.
Band I "Asterix der Gallier", XI "Asterix
und der Arvernerschild", XVII "Die Trabantenstadt"
Am Ende des gleichen Kapitels wird erzählt,
dass die Legionäre zur Belohnung Sklaven bekommen. In Band
XXV "Der große Graben" passierte genau das zum
großen Bedauern von Zenturio Tortengus nicht.
| Kapitel 89 |
Am folgenden Tag berief
Vercingetorix
eine Versammlung und betonte darin, dass er diesen Krieg
nicht um seiner persönlichen Notlage, sondern um der gemeinsamen
Freiheit willen geführt habe. Da man sich dem Schicksal fügen
müsse, biete er sich ihnen für beides an, ob sie nun die
Römer durch seinen Tod gnädig stimmen oder ihn lebend
ausliefern wollten. Es wurden zu Cäsar Gesandte geschickt.
Dieser befahl, die Waffen auszuliefern und die Vornehmen ihm vorzuführen.
Auf dem Wall vor dem Lager nahm er Platz.
Die Führer wurden ihm dort vorgeführt. Vercingetorix wurde
ausgeliefert. Die Waffen wurden gestreckt.
Die Häduer und Arverner behielt Cäsar zurück, um
zu versuchen, durch sie die Stämme wiederzugewinnen, und
verteilte von den übrigen
Gefangenen ans ganze Heer für jeden Mann einen als Beute. |
Nochmal zu den Belgiern.
XXIV "Asterix bei den Belgiern"
Buch VIII Kapitel
54 |
[...] So nämlich glaubte er, am besten
Gallien sichern zu können, wenn die Belgier
die bei weitem Tapfersten und die Häduer als die
Einflussreichsten durch die Besatzungstruppen niedergehalten würden.
Er selbst reiste nach Italien. |
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