K I N O F I L M E

KINONEWS:
Auf der französischsprachigen Webseite http://www.liacs.nl/home/hoogeboo/asterix/missive6.html gibt es Neuigkeiten zum neuen Zeichentrickfilm "Asterix und die Wikinger", zu dem es am 16. Mai in Cannes erstmals offizielle Informationen gab.
Dies wurde bereits im Forum besprochen, hier noch mal der Vorbericht in der Übersetzung von Ostbelgix und Luigi:"Während die Stadt Nicae (Nizza), das Glück gehabt hat, in der damaligen Zeit Asterix und Obelix auf ihrer Tour de France zu empfangen, wollte ihre Nachbarin Cannes, die Königin des Kinos, dies unbedingt nachholen. Am kommenden 16. Mai wird auf einer Pressekonferenz mit Pauken und Trompeten ein neues großes Filmprojekt angekündigt: das Achte Opus von Astérix ist wirklich in Planung.
Der letzte Film, Asterix in Amerika stammt aus 1994. Dieser neue Zeichentrickfilm von Asterix steht bei seiner Geburt also unter einem guten Stern.
Albert Uderzo hat dieses Projekt seit 18 Monaten unterstützt und begleitet, so sehr wünschte er sich, nach zwei außergewöhnlichen Erfahrungen mit dem "Live"-Kino (um einen wohlbekannten gallischen Ausdruck zu benutzen) wieder zu seinem ersten Beruf, dem Zeichentrickfilm, zurückzukehren. Durch die Gruppe M6 ist das Projekt ins Leben gerufen worden, eine ausgedehnte internationale Gemeinschaftsproduktion, die eines der besten europäischen Studios beauftragt hat. Die Konferenz wird sich insbesondere um Nicolas de Tavernost, Sylvie Uderzo und Anne Goscinny versammeln."

Die erste grafische Veröffentlichung zum
neuen Film
Worum geht's? Bei einigen dieser Filme erkennt man anhand des Titels den Band, der als Vorlage für die Story gedient hat, aber es handelt sich natürlich nicht um eine 100%ige Adaption. Der Inhalt des Comics dient als Grundgerüst, die Story wird um einige neue Episoden bereichert. Teilaspekte der Handlung können vom Comic abweichend verlaufen. Manchmal werden auch die Handlungen zweier Comics vermischt.
Beispiele gefällig? "Asterix bei den Briten" hält sich eng an die Vorlage, während bei "Operation Hinkelstein" zwei Alben verschmelzen. In "Asterix erobert Rom" gibt es eine Wette zwischen den Galliern und Cäsar, was so in keinem Band vorkommt. In "Asterix in Amerika" wird Miraculix entführt.
Zeichen-Trick Von der zeichentricktechnischen Qualität unterscheiden sich die Filme logischerweise voneinander, denn mit der Zeit wurden die Techniken weiterentwickelt. Die Bewegungsabläufe wurden flüssiger, die Hintergründe besser. Nach wie vor ist bei der Erstellung eines Zeichentrickfilms viel Handarbeit gefragt, aber auch dort hat der Computer Einzug gehalten. In "Asterix in Amerika" wurden in den Szenen auf dem Meer die aufgewühlten Wassermassen mit Rechnerunterstützung erstellt und wirken sehr realistisch, was Kritiker bemängeln, denn es passe nicht zum Rest des Films.
"Hier spricht Asterix!" Ein immer wieder vorgetragener Kritikpunkt und beliebtes Diskussionsthema sind die Stimmen, die man den Charakteren gegeben hat. Comicfiguren sind zwar nicht "stumm", aber es gibt nicht wie bei der Synchronisation von ausländischen Schauspielern die Möglichkeit des Vergleichs mit der Originalstimme. So hat denn jeder auch eine eigene Vorstellung, wie die Stimmen von Asterix, Obelix und Co. zu klingen haben. Hinzu kommt, dass die Besetzungen von Film zu Film variieren. Schließlich sind seit dem ersten Film schon über 30 Jahre vergangen.
Comicverfilmungen mit Schauspielern? Möchte man aus einem Comic einen Realfilm machen, ist das sehr heikel. Zu den Problemen dabei siehe "Asterix und Obelix gegen Cäsar".